Ja, wir sind wieder zu Hause…
… und entschuldigen uns für die Funkstille, wieder in der Schweiz angekommen wollten wir uns zuerst wieder ein bischen einleben und alles erstmal ein wenig verdauen.
Nun aber von Anfang an. Nach unserem letzten Eintrag gings ja für uns erst mal auf die Cook Inseln (Rarotonga). Der Flug in dem verhältnismässig grosses Flugzeug (es war immerhin grösser als das Flughafengebäude in Rarotonga) dauerte etwa 3 1/2 h und brachte uns über die Datumsgrenze, immer näher dem Äquator. In Rarotonga angekommen wurden wir von der feuchten Luft erschlagen, doch gewöhnten uns ziemlich schnell ans andere Klima. Die Cook Inseln sind wirklich ein Paradies. Leider hatten wir nicht jeden Tag einen wolkenlosen Himmel und mussten uns oft mit eine Jäckchen gegen den kühlen Windschützen, doch wir nützten jeden Sonnenstrahl aus und gingen Kajakfahren und Schnorcheln. Die Sache hatte nur zwei Haken. Erstens, die ganze Woche war ein wenig vom Drang nach Hause zu kommen überschattet, wir hätten es vermutlich noch mehr genossen, wenn es normale Ferien gewesen wären, und nicht am Ende einer 7-monatign Reisezeit. Zweitens, wir befürchten, uns nie mehr mit dem Mittelmehr zufrieden geben zu können.
So, nach dieser relaxten Woche begann das grosse Fliegen. Der erste Flug brachte uns zurück nach Auckland, wieder etwa 3 1/2 h. In Auckland nahmen wir uns ein Taxi und liessen uns zu unseren ehemaligen Gastfamilie chauffieren, die uns anboten, die eine Nacht bei ihnen zu verbringen. Wir wurden immer aufgekratzter wenn wir ans Heimkommen dachten. Am nächsten Morgen begannen dann jedoch die Strapazen. Als wir die Flugdaten übers Internet nochmals überprüften, war unser Flug plötzlich eine Stunde früher angezeigt, was für uns ein wenig Stress bedeutete, jedoch immernoch machbar war. Wir hatten am Flughafen sogar noch genügend Zeit einige Souvenirs einzukaufen.
In Sydney angekommen, der ersten Zwischenstation, überprüften wir unseren nächsten Boardingpass und standen vor dem ersten grossen Hinterniss: Die Abflugszeit war anstatt 17.00 Uhr, wie ursprünglich gebucht, erst 20.20 Uhr. Wir gingen zum Transferdesk und eine nette Dame bestätigte unsere Befürchtung, nämlich dass wir so den Anschlussflug in London verpassen würden. Sie konnte uns jedoch auf einen andern Flug über Singapur umbuchen, dessen Boardingzeit 16.45 Uhr war. Wir gingen also zum angegebenen Terminal und warteten. Um 16.30 Uhr kam dann die erste Durchsage, nämlich dass der Flug um 2 h verschoben, also erst um 18.30 Uhr fliegen würde. Mit dieser Verspätung konnten wir leben, da wir den Anschluss zwar knapp, doch immernoch gehabt hätten. Es war noch nicht 18 Uhr, da wurde der Flug um eine weitere Stunde verschoben. Es wurden Essensgutscheine verteilt, wenigstens EIN Trost. Wir begannen, in die Schweiz zu telefonieren, da wir den Anschlussflug ziemlich wahrscheinlich verpassen würden. Pünktlich um 19.30 Uhr standen wir wieder beim Terminal, doch die Verspätungs-Durchsagen hielten an, bis wir um 21.30 Uhr endlich abhoben, ironischerweise später als der zuerst gebuchte Flug. Ein weiterer Trost: wir flogen mit dem neuen A380, der riiiesig und schöööön und neuuu war.
Wenigstens in Singapur verlief alles planmässig und 1 h nach dem Landen starteten wir wieder. In London kamen wir am Sonntag um etwa 11.oo Uhr an, 2 h zu spät für unseren Flug, doch wir hofften immernoch, noch am selben Tag einen Flug nach Zürich zu kriegen, doch wir wurden enttäuscht. Wir wurden ins Hilton einquartiert und mussten auf den nächsten Morgen warten. Es ärgerte uns schon ziemlich, wegen dem kleinsten Teil unserer Reise noch einen Zwischennacht einschieben zu müssen, doch wir konnten halt nichts ändern und machten das Besste draus, was heisst: fein auf Kosten der Qantas Airline essen, ein entspannendes Bad nehmen, schlafen, wieder essen, wieder schlafen, wieder essen und den gratis Shuttle zum Terminal nehmen. So konnten wir uns wenigstens schon ein wenig der Zeitzone anpassen und kamen frisch und schon ein wenig ausgeruht in Zürich an. Dort wurden wir soooo herzlich empfangen, dass mir gleich die Tränen kamen (Philippe konnte sie gerade noch zurückhalten).
Ach ja, da war noch ein Problem, mein aufgegebener Rucksack kam nicht in Zürich an, jedenfalls nicht am selben Tag wie wir, ich kriegte ihn aber zum Glück am Dienstag geliefert.
Unser Fazit: Bei der Hinreise klappte alles ohne Probleme, also musste ja bei der Rückreise alles schief gehen, doch wenigstens kamen wir heil wieder in der Schweiz an.
Wir freuen uns riiiiiesig wieder hier zu sein und hoffen, wir leiden nicht zu lange unter dem Jetlag.
Vielen Dank für alle eur Willkommens-Wünsche!
Auf sehr bald,
Nadine & Philippe

