Als Great Walks (offiziell: New Zealand Great Walks) wird eine Reihe von Wanderwegen in Neuseeland bezeichnet. Die Great Walks sind die wichtigsten und bedeutendsten Wanderwege des Landes und führen durch die schönsten Gegenden auf der Nordinsel, der Südinsel sowie auf Stewart Island.
Die neun Wege wurden vom neuseeländischen Department of Conservation (DOC) ausgewählt und werden auch von der 1987 gegründeten Behörde verwaltet. An den Wegen befinden sich gut ausgestattete, relativ komfortable sowie günstig gelegene Hütten. Insgesamt befinden sich sowohl Wege als auch Unterkünfte in einem besseren Zustand im Vergleich zu anderen Wanderwegen Neuseelands. Die Great Walks ziehen zu großen Teilen Besucher aus dem Ausland an, da DOC aber auch private Reiseveranstalter im großen Stil Werbung für die Touren machen. Viele der Great Walks haben Buchungssysteme, um die Besuchermassen zu begrenzen und somit die Natur weniger zu belasten. Private Organisationen bieten oft geführte Wanderungen an.
Die Benutzung der verschiedenen Wanderwege ist kostenlos. Einzig die Übernachtungen – ob in Hütten oder Zelten – verursachen unter Umständen Kosten. So ist es zum Beispiel am Milford Track nicht möglich, sein eigenes Zelt mitzubringen, sondern man muss in Hütten des DOC übernachten. (Quelle Wikipedia)
Hir möchten wir euch die Great Walks vorstellen, welche wir voraussichtlich besuchen werden:
Abel Tasman Coast Track
Der Abel Tasman Coast Track ist ein 51 Kilometer langer Wanderweg von Marahau im Süden bis zur Wainui Bay im Norden des Abel Tasman National Parks, welcher sich an der Nordspitze der Südinsel befindet. Über das ganze Jahr zugänglich führt er meist an der Küstenline entlang. Parallel gibt es noch den Inland Track, welcher wie der Name schon sagt, durch das Innere des Parks verläuft. Total sollte man etwa mit 3-5 Tagen rechnen.
Beliebte Optionen zum Wandern, sind die Wassertaxis, welche den Reisenden individuell an verschiedene Punkten an der Küste transportiert. Ausserdem kann mann mit dem Kajak entlang der Küste bis zur Wainui Bay paddeln oder zurück nach Marahau.
Tongariro Northern Circuit
Der „Nördliche Tongariro-Rundwanderweg“ liegt im Zentrum des Tongariro-Nationalparks im Vulkanplateau der Nordinsel. Dieser „Great Walk“ muss nicht in einem Stück (mit Übernachtungen) gewandert werden, sondern besteht aus mehreren Teilabschnitten, von denen der Tongariro Alpine Crossing wohl am beliebtesten ist. Für den gesamten Weg benötigt man etwa drei bis vier Tage. Das Gebiet des Zentralplateaus im allgemeinen und die engere Umgebung der drei Vulkane ist meist nicht bewaldet.
Whanganui Journey
Obwohl die 145 Kilometer lange Whanganui Journey offiziell als „Great Walk“ eingestuft ist, ist sie kein Wanderweg an sich, sondern stellt einen landschaftlich besonders reizvollen Abschnitt des Whanganui River dar, den man – je nach gewählter Route – leicht in drei oder fünf Tagen mit dem Kajak befahren kann. Dabei erkundet man zu beiden Seiten größtenteils den mittleren Flusslauf, der in einem dicht bewaldeten Urwald verläuft und sich im Whanganui-Nationalpark befindet. 5 Tage mit dem Kajak fahren wird eine echte Herausforderung
Milford Track
Der Milford Track ist eine viertägige Wanderung durch den Fiordland-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands, die ungeführt (als sogenannter independent walker) oder als geführte Tour (guided walk) gebucht werden kann und zu den Great Walks gehört.
Pro Tag werden nur maximal 90 Wanderer auf die Strecke gelassen (40 unabhängige Wanderer und 50 in geführten Touren). Auf der 53,5 Kilometer langen Strecke befinden sich in unterschiedlichen Abständen sechs Hütten, jeweils drei für ungeführte und geführte Wanderungen. Camping ist nicht erlaubt. Mit einem Boot wird man über den Lake Te Anau zum Ausgangspunkt gebracht. Wahrscheinlich wird dieser Track der anspruchsvollste von allen sein.
Rakiura Track
Der Rakiura Track ist ein 29 km langer Wanderweg auf der Insel Stewart Island in Neuseeland. Der Pfad folgt zu großen Teilen der Küste und passiert dabei kleine Meeresarme, große Buchten und Schlammflächen. Danach durchquert er in seinem mittleren Teil steile, mit Busch bewachsene Hügel.
Der Weg liegt im Rakiura National Park und kann in einer Zeit zwischen einem und drei Tagen absolviert werden. Am Pfad gibt es zwei Hütten bei Port William und am Nordarm des Paterson Inlet, in denen viele Wanderer übernachten.
Große Teile des Weges sind als Bohlenwege gestaltet, die mit Maschendraht geschützt sind. Ohne diese versinkt der Pfad wegen der großen Regenmenge auf Stewart Island oft im Schlamm.
Wieso also wollen wir auf eine „seichnasse“ Insel, die nur aus Wald und Schlamm besteht? Natürlich wegen der Vogelvielfalt. Allen Vögeln voran der herzige Kiwi





